Geschichte

Unsere Gemeinde kann auf eine sehr lebhafte und wechselvolle Geschichte zurückblicken, die ihre Ursprünge schon lange vor dem Bau der Herz-Jesu Kirche hat. So konnte beim Bau der Kirche der Steglitzer „Katholische Geselligkeitsverein“ schon seinen 50. Jahrestag feiern.

Zeit bis zum 1. Weltkrieg

Anfangs wirklich noch dörflich, erfuhr Zehlendorf im 19. Jahrhundert als Ort vor Berlins Toren einen erheblichen Aufschwung, an dem zu großem Teil auch die „Wannsee-Bahn“ beteiligt war. Sie ermöglichte es vielen in Berlin arbeitenden Menschen, in den grünen Außenbezirk zu ziehen, ohne die Arbeitsstelle zu wechseln.

Um die vorige Jahrhundertwende zählte man in Zehlendorf rund 500 Katholiken, fünf Jahre später war die Zahl um weitere 700 angewachsen. Leicht hatten die katholischen Christen es damals nicht, denn schon der Besuch der Sonntagsmesse war für diejenigen, die kein Auto besaßen oftmals mit längeren Fußmärschen verbunden.

Dies änderte sich, als der oben erwähnte Geselligkeitsverein bei einer seiner Wanderveranstaltungen in Zehlendorf Station hatte und dabei der Entschluss reifte, einen Kirchenbauverein zu gründen. Dieser Verein erfuhr so viel Zulauf, dass er bereits nach kurzer Zeit 180 Mitglieder zählte.

Der damalige Pfarrer des Bezirks machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück für eine Kirche. Unterstützung fand er in der Zehlendorf-Grunewald Gesellschaft, die ihr Grundstück an der Riemeisterstraße und (damals) Ecke Elsestraße schenkungsweise zur Verfügung stellte, mit der Auflage, dass zwei Jahre später (also 1906) dort schon mit dem Kirchenbau begonnen werden müsse.

Um diese Aufgabe zu erfüllen ließen die rührigen Mitglieder des Kirchenvereins keinen Stein auf dem anderen. Fritz Nienkemper, Journalist und eine der Triebfedern für den Kirchenbau, veröffentlichte Artikel und Bücher, deren Reingewinn dem Kirchenbau zugute kam.

Noch bevor das katholische Gotteshaus in Zehlendorf gebaut wurde, hielt der Pfarrer Deitmer, der sich rührig um das Zusammentragen der Bausumme bemühte, am Stephanustag 1904 die erste heilige Messe nach 360 Jahren in Zehlendorf. Der Tanzsaal eines damaligen Gasthauses war die Kapelle, später wurde mit der tatkräftigen Hilfe der Gläubigen eine Lager- und Abstellhalle würdig umgestaltet. Das Inventar für diese Übergangskirche trugen die Katholiken von überall her zusammen oder spendeten Geld und eigene Schmuckstücke für die Anschaffung.

Unter dem neuen Kurat Dr. Strehler wurde der Kirchbau begonnen, auch wenn die Ausschachtungsarbeiten sich doch noch bis Januar 1907 verzögerten und der erste Spatenstich am 15.1.1907 stattfand. Im Oktober konnte das Richtfest gefeiert werden und am 4. Mai wurde feierlich der Gewölbeschlussstein gesetzt. Die Glockenabnahme fand am 25. August statt, bis dann am 6. September die feierliche Einweihung der Herz-Jesu Kirche stattfinden konnte.

Es war ein großes Fest, zu dem zahlreiche hohe Würdenträger kamen (Näheres bitte in der Festschrift nachlesen, S. 26 ff.). Schon wenig später wurde die Gemeinde Herz-Jesu Zehlendorf in die Selbständigkeit entlassen.

Am 01.12.1910 betrug die Zahl der Katholiken nach einer allgemeinen Volkszählung 1268 Personen – 1905 waren es noch 250 weniger.

Strehler schuf in der fünfjährigen Zeit seines Wirkens viele Grundlagen des Gemeindelebens, von denen wir heute noch profitieren. Er schuf den Arbeiterverein, rief eine Pfarrbücherei ins Leben und sorgte nicht zuletzt dafür, dass schon im ersten Jahr seiner Amtszeit seit 370 Jahren in Zehlendorf wieder „das Fest der Kinderkommunion“ begangen werden konnte. 1912 Ruf nach Moskau

Damals war die Grundeinstellung von tiefer Frömmigkeit geprägt, dies eröffnet sich aus den zitierten Werken (der Wortlaut ist beachtlich) in der Festschrift, zB diejenigen von Fritz Nienkemper, dem Journalisten.

Zeit während und nach dem Ersten Weltkrieg
[die inhaltliche Ausgestaltung dieses Unterpunktes wird folgen] …

 Die Zeit bis heute
[die inhaltliche Ausgestaltung dieses Unterpunktes wird folgen]  …

(Alle Informationen sind der Festschrift entnommen, die Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand zum 100-jährigen Jubiläum der Herz-Jesu Kirche herausgegeben haben. Hier können nur kurze Zusammenfassungen und Auszüge wiedergegeben werden. Wer gerne tiefer in unsere Gemeindegeschichte eintauchen will, dem sei die Lektüre der Festschrift empfohlen, die im Pfarrbüro erworben werden kann.)