Stiftung

Die “gute Seele” von St. Otto und Herz-Jesu

 Es gibt so Vieles, was ein Gemeindeleben ausmacht, dass es unfair wäre, einzelne Aspekte oder Personen hervor zu heben – und Anderes damit als scheinbar weniger wichtig darzustellen. Aber wie ein Körper aus vielen Organen besteht, die ihre Arbeit am richtigen Platz und im richtigen Rhythmus tun, so ist das auch in einer Gemeinde. Es braucht alle!

Im Körper übernehmen Herz und Hirn die Koordination, in einer Gemeinde sind es der Pfarrer und die Hauptamtlichen, bzw. die gewählten Vertreter in Pfarrge-meinderat und Kirchenvorstand.

Als das Erzbistum Berlin zwischen 2002 und 2005 finanziell angeschlagen war, und radikal gespart werden musste, haben wir –wie gefordert- unser Personal abgebaut. Doch zugleich stand dem Kirchenvorstand obiges Bild vor Augen: Wir brauchen jemand, der als eine Art Taktgeber die Anregung und Koordination der vielen freiwilligen Helfer mit dem Blick für’s Notwendige und für’s Mögliche leistet: die „Gemeindeassistenz“.

Das Erzbistum gab dafür kein Geld, und so wurde beschlossen, dass die Gemeinde die Kosten dieser damals neuen Stelle aus dem laufenden Haushalt trägt.

Doch sollte das nicht die langfristige Lösung sein; zu sehr ist der laufende Haushalt von Spenden abhängig, als das man wirklich einen Arbeitsplatz darauf gründen sollte. Die Lösung hieß damals: Stiftung. So kam es zur Gründung der „Stiftung katholisches Gemeindeleben in Zehlendorf“. Diese sollte Gelder einsammeln und sicher anlegen, um auf Dauer aus den Erträgen den Arbeitsplatz der Gemeindeassistenz –und hoffentlich viel mehr- bezahlen zu können.

Leider ist uns die Realität mit der Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank dazwischen gekommen; die Erträge reichen (bislang, und auch auf absehbare Zeit) nicht. Auch ist uns die Realität in Form der notwendigen Sanierung der Herz-Jesu Kirche dazwischen gekommen (mit tollem Ergebnis!) –- letztlich hat die Stiftung in den letzten 3 Jahren nur wenig Geld einsammeln können.

Nun kommt eine neue Realität auf: die der Groß-Pfarrei. Die Gemeindeassistenz wurde eingerichtet, um das Gemeindeleben anzuregen und zu koordinieren; mit Melanie Stern haben wir ein wahres „Juwel“ für diese Aufgabe gefunden.

Aber was bedeutet es, wenn nun plötzlich 4 weitere Kirchen mit uns zu einer Groß-Pfarrei verschmelzen? Klar ist: diese Erweiterung wird Melanie Stern (und auch niemand Anderes) allein nicht auf ihre Schultern nehmen können.

Für den in 3 Jahren neu zu bildenden Kirchenvorstand keine leichte Entscheidung: Soll die Gemeindeassistenz weiter aus dem laufenden Haushalt finanziert?

Damals wie heute muss die Antwort lauten: Ein so wichtiger Arbeitsplatz darf nicht auf Dauer von den Schwankungen des laufenden Haushalts abhängig sein. Und ob die Interessen in der neuen Groß-Pfarrei auf die Erhaltung des Gemeindelebens in Zehlendorf fokussiert sein werden, wissen wir nicht.

Wir müssen also im Interesse eines funktionierenden Gemeindelebens in St. Otto und Herz-Jesu dafür sorgen, dass die Stiftung einen stetig größer werdenden Anteil der Kosten der Gemeindeassistenz-Stelle übernehmen kann.  

Die Stiftung ist von der Satzung her so ausgerichtet, wie es der Name sagt: Erhalt/Förderung eines katholischen Gemeindelebens in Zehlendorf. Die Gemeindeassistenz ist dafür ein wichtiger Angelpunkt/Taktgeber.

Ob es mit der Zinspolitik besser wird für Anlagen, liegt nicht in unserer Hand. Sehr wohl aber liegt die Erweiterung des Stiftungsvermögens in unserer Hand.

Wenn Sie also einen Beitrag zur Erhaltung des katholischen Gemeindelebens in Zehlendorf leisten möchten, dann freuen wir uns auf Ihre „Zustiftung“ (bitte den Zweck nicht als „Spende“, sondern als „Zustiftung“ vermerken!).

Vielen Dank!!
Ihr Diethard Bühler    (Mitglied des Stiftungskuratoriums)