Bericht aus dem PGR

Wo Glauben Raum gewinnt – Nächste Etappe geschafft  (21.09.2016)

zur Erinnerung: Worum geht es bei „Wo Glauben Raum gewinnt“: Es ist ein breit angelegter Neugestaltungs-Prozesses im Erzbistum mit dem Ziel, bis 2020 aus den bisher 105 Pfarreien, künftig ca. 30 neue größere Pfarreien zu entwickeln. In diesen neu entstandenen „pastoralen Räumen“ werden alle Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens, wie z B. Kindergärten, Schulen, Senioreneinrichtungen eingebunden. 15 solcher neuen Pfarreien sind schon entstanden. Auch wir sind auf dem Weg.

In den letzten Monaten hat es sehr intensive Gespräche mit den jeweiligen Ausschüssen der Nachbarpfarreien Heilige Familie und Zu den hl. Zwölf Apostel, zum Teil auch unter Einbindung der Stabsstelle des EBO gegeben.  Immer mehr kristallisierte es sich heraus, dass es sinnvoll ist, die sog. „Findungsphase“ nunmehr zu beenden – – und den nächsten Schritt zu gehen. Das gemeinsame Votum der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte der drei Pfarreien an das EBO lautet daher: „Wir wollen einen pastoralen Raum bilden und in die dreijährige Entwicklungsphase starten“.

Die Entscheidung liegt nach Abgabe unseres Antrags nun beim EBO, d.h. der Entscheiderkreis mit dem Erzbischof.

Was bedeutet diese dreijährige Entwicklungsphase?

Neben vielfältigen Gesprächen und Veranstaltungen, zum Teil mit Beratern des EBO, steht die Entwicklung eines gemeinsamen Pastoralkonzeptes, unter Beibehaltung größtmöglicher Eigenständigkeit der bestehenden Gemeinden, im Vordergrund. Die vielfältigen ehrenamtlichen Initiativen, sowie die liturgischen, geistlichen und sozialen Angebote und Aktionen vor Ort (wie Bibelkreise, Exerzitien im Alltag, Glaubenskurse etc.) sollen erhalten und noch weiter entwickelt werden.

Es geht also darum unsere Zukunft auszugestalten. Das betrifft uns natürlich alle, es geht nicht ohne Ihre Mithilfe.

Sobald uns die Entscheidung des EBO vorliegt, werden wir Sie über das weitere Prozedere informieren. Interessierte können sich schon jetzt im Pfarrbüro melden.

Die Antragsformulare:   Formular B 12-Apostel     Formular B Herz-Jesu  

Rückblick:
Pastoraler Raum: Bericht aus dem PGR vom 21.05.2016 

 

Pastoraler Raum – Das EBO ist unserem Antrag gefolgt (05.01.2017)

Pfarrer Mertz hat es in den Gottesdiensten bereits erwähnt, noch Ende letzten Jahres ist der Entscheiderkreis mit dem Erzbischof als Vorsitzenden unserem Votum gefolgt: Die drei Pfarreien Heilige Familie, Herz Jesu und Zu den hl. Zwölf Apostel werden zukünftig einen gemeinsamen Pastoralen Raum bilden.

Wir sind schon auf dem Weg

Schon im Jahr 2016 haben die drei Pfarreien ihre Veranstaltungen, wie Konzerte, den lebendigen Adventskalender etc. gegenseitig angekündigt und so Begegnungen der Gemeindemitglieder ermöglicht. Eine ganz besondere Ausprägung war der gemeinsame Flyer mit den Weihnachtsgottesdiensten aller sechs Kirchenstandorte, der in den Vorräumen der katholischen Kirchen im Südwesten Berlins auslag und auf den Webseiten einzusehen war. Im Februar ist nun vorgesehen, dass sich die Redaktionsmitglieder der drei Pfarrnachrichten zu einem Austausch treffen.

Geordneter Prozess

Mit einem feierlichen Pontifikalamt, am 13. März 2017 wird der Pastorale Raum offiziell durch den Erzbischof errichtet und die dreijährige Entwicklungsphase eingeläutet. In dieser Zeit sollen Entscheidungen zu pastoraler Ausrichtung und strukturellen Fragen erarbeitet und getroffen werden.

Zentrales Gremium der Entwicklungsphase ist der Pastoralausschuss, der aus Vertretern und Vertreterinnen der Pfarreien und den Orten kirchlichen Lebens, wie z.B. katholischen Schulen, Kitas, Ordensgemeinschaften, Einrichtungen der Caritas etc. gebildet wird. Die drei Pfarreien entsenden jeweils drei Vertreter, die gemeinsam vom KV und PGR bestimmt werden. Als Leiter des Prozesses ist Pfarrer Mertz vorgesehen. Ihm wird eine Moderatorin, nebst Stellvertreterin zu Seite gestellt, die vom Erzbischöflichen Ordinariat extra für diese Aufgabe qualifiziert wurden.

Drei Jahre des Zusammenwachsens

Im ersten Jahr der Entwicklungsphase liegt der Schwerpunkt darauf, dass sich die Pfarreien und Orte kirchlichen Lebens näher kennenlernen, vernetzen und das soziale Umfeld in den Blick nehmen.

Im zweiten Jahr steht die Erstellung eines Pastoral Konzeptes auf dem Programm. Erste Ideen dazu haben die drei Pfarreien bereits in der Findungsphase entwickelt: Unter anderem standen vielfältige Gottesdienstformen an Sonn- und Werktagen (von Priestern und Laien), geistliche und katechetische Angebote (z.B. Exerzitien im Alltag, Bibelkreise und Glaubenskurse), die Stützung und Stärkung der ehrenamtlichen Initiativen sowie eine gemeinsame und individuelle Schwerpunktsetzung (z. B. bzgl. Kinder- und Jugendarbeit, Familien, Senioren, Kirchenmusik) im Fokus.

Im dritten Jahr geht es um die Struktur der zukünftigen Pfarrei, d.h. um Themen wie Finanzen, Verwaltung sowie Einsatz des Personals etc. Während der ganzen Entwicklungsphase bleiben die jetzigen Pfarreien selbstständig. Erst am Ende des dritten Jahres wird der Pastorale Raum zu einer neuen Pfarrei mit den Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens und erhält einen neuen Namen.

Mit herzlichen Grüßen aus dem PGR und den besten Wünschen für ein gesegnetes Jahr 2017 
–  Ihre Gabriele Bühler –


Pastoraler Raum Teilhabe – Machen Sie mit! (18.01.2018)

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, – eine gute Gelegenheit, Ihnen einen kurzen Rück- sowie Ausblick in Sachen Pastoraler Raum zu geben.

Mit einem Ponitifikalamt am 15. März 2017 in der Pfarrkirche Heilige Familie hat für die drei Pfarreien Heilige Familie, Herz Jesu und Zu den heiligen Zwölf Aposteln unter dem Arbeitstitel „Pastoraler Raum Berliner Südwesten“ die Entwicklungsphase begonnen. Das zentrale Gremium, der Pastoralausschuss, mit über 30 Vertretern aus den drei Pfarreien sowie den Orten kirchlichen Lebens hat bereits viermal getagt.

Im Fokus stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen und sich in den Blick nehmen. Die Sitzungen, für die jeweils ein anderer Ort gewählt wurde, begannen mit einem geistlichen Impuls und der Vorstellung des Ortes, sodann standen Themen wie „Wir im pastoralen Raum“, „Der Sozialraum des Berliner Südwestens“ oder „Kirche mitten unter den Menschen“ auf der Agenda. Die nächste Sitzung ist in der Caritas Suchtberatung geplant.

Vorbereitet werden die Sitzungen jeweils vom Steuerungskreis, der sich aus dem Pfarrer, der Moderatorin  und jeweils einem Vertreter der Pfarreien zusammensetzt.   

Seit Beginn der Entwicklungsphase sollte uns ein Verwaltungsleiter bzw. eine Veraltungsleiterin mit einer ½ Stelle zur Entlastung von Pfarrer Mertz an die Seite gestellt werden. Die bisherigen Bemühungen des EBO, eine geeignete Person zu finden, gingen jedoch ins Leere. Das hält uns aber natürlich nicht davon ab, weiter voran zu schreiten. Ziel soll es am Ende sein, ein Pastoralkonzept für die künftige Großpfarrei zu erarbeiten, das heißt: eine gemeinsame Vision zu entwickeln, Prioritäten zu setzen und Ziele zu formulieren.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass es nicht ohne Veränderungen abgehen wird. Es  wird an der einen oder anderen Stelle ungewohnt sein, und vielleicht werden wir auch auf liebgewonnene Dinge verzichten müssen – aber jeder Neuanfang bringt auch Chancen.

In einer lebendigen, aktiven Gemeinde finden Viele und Vieles Platz. Das kann auch in einer Großpfarrei so sein, wenn wir es richtig gestalten. Im Kleinen liegt oftmals eine Abgrenzung, die müssen wir überwinden: In der Vielfalt liegt der Reichtum. Aber in der Großstruktur darf nicht eine Missachtung dessen Einzug halten, was die lebendige Gemeinde ausmacht: Zusammenhalt, Identität, Ermutigung sich einzubringen, zur Lebendigkeit beizutragen. Auch in der Großpfarrei werden sich die jetzigen Pfarreien als Gemeinden wiederfinden und können sich gegenseitig befruchten. Wichtig ist, dass die hier in der Gemeinde vorhanden Talente sich weiter einbringen und wir eine aktive Gemeinde bleiben – das liegt mir sehr am Herzen und dafür werde ich gern weiter arbeiten.

Zurzeit sind über 40 verschiedene Gruppen sowohl im seelisch/geistlichen als auch im organisatorisch/gesellschaftlichen Bereich in Herz Jesu und St. Otto aktiv – das reicht vom Bibelkreis, der eucharistischen Anbetung, dem Caritaskreis, der Familienmusik, den Familienfahrten, den Ministranten, den Pfadfindern bis hin zum  Büro- oder dem Willkommensteam.

Sie alle sind wichtig! Egal, wie am Ende der große Rahmen aussieht – wir müssen uns von einer „versorgten“ Kirche hin zu einer Gemeinschaftskirche entwickeln: Seien Sie dabei und bringen Sie sich ein – Jeder ist willkommen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes, glückliches, inspirierendes und friedvolles Jahr 2018 herzlich Ihre
– Gabriele Bühler –

 

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